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Markttrends | Von 46.800 Tonnen auf 1,515 Millionen Tonnen: Wie wird Indiens Nullzollpolitik den PVC-Markt verändern? Preise steigen um bis zu 1.400! PA66 wird weiter steigen!

Am 1. April kündigte Indien als Reaktion auf die durch regionale Konflikte verursachte Inflation an, die Einfuhrzölle auf Polyvinylchlorid (PVC), Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) für einen vorläufigen Zeitraum von drei Monaten von 7,5 % auf 0 % zu senken. Die Maßnahme gilt vom 2. April bis zum 3. Juni.

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Indien ist der weltweit größte PVC-Importeur und deckt rund 17 % der globalen Gesamtimporte ab. Die Nachfrage konzentriert sich hauptsächlich auf den Agrarsektor, beispielsweise für Bewässerungs-, Entwässerungs- und Wasserversorgungsrohre, gefolgt von der Bauindustrie mit Profilen, Folien, Drähten und Kabeln. China ist seit Langem Indiens wichtigster Importeur: 2024 werden 41 % der indischen PVC-Importe von dort stammen.

Chinas PVC-Exportvolumen ist seit 2020 jährlich gestiegen. Angetrieben von der starken Nachfrage aus dem Infrastruktur- und Agrarsektor in Indien, verzeichneten die chinesischen PVC-Exporte nach Indien ein sprunghaftes Wachstum: von anfänglich nur 46.800 Tonnen Importvolumen auf rund 1,515 Millionen Tonnen im Jahr 2025. Daten für Januar/Februar 2026 zeigen zudem, dass Indien weiterhin der wichtigste Markt für Chinas PVC-Exporte bleibt.

Indiens Senkung der PVC-Zölle wirkt sich kurzfristig positiv auf chinesische Exporte aus. Sie trägt dazu bei, die Exportkosten zu senken, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und das Exportvolumen auf ein neues Rekordhoch zu treiben, während gleichzeitig der Druck auf das inländische PVC-Angebot verringert wird. Dies wird auch die PVC-Preise im Inland ankurbeln und stützen.


Veröffentlichungsdatum: 07.04.2026