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Marktnachrichten | Großbritannien leitet Antidumping-Untersuchung gegen chinesisches PVC ein; Chemiemarkt bricht ein: PC & PA fallen um 200 RMB an einem einzigen Tag, ABS & PE sinken weiter.

Am 4. August 2026 erließ die britische Handelsbehörde (UK Trade Remedies Authority, TRA) eine offizielle Mitteilung zur Einleitung einer Antidumpinguntersuchung gegen aus China, Südkorea und Mexiko importiertes Suspensions-Polyvinylchlorid (S-PVC). Nach Indien, Pakistan, Thailand und Südkorea ist nun auch Großbritannien Teil der restriktiven Kampagne gegen chinesische PVC-Produkte.

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Der Untersuchungsantrag wurde von INOVYN ChlorVinyls Ltd., einer Tochtergesellschaft des britischen S-PVC-Herstellers INEOS, eingereicht. INEOS betreibt ein S-PVC-Produktionswerk in Newton Aycliffe im Nordosten Englands sowie mehrere Produktionsstätten in Cheshire.

Direkte Auswirkungen auf Chinas PVC-Exporte

Die Exportstatistik zeigt, dass China im Jahr 2025 nur 18.700 Tonnen PVC nach Großbritannien exportierte, verglichen mit lediglich 120 Tonnen im Jahr 2024, 238 Tonnen im Jahr 2023 und 661 Tonnen im Jahr 2022. Diese Untersuchung wird die Gesamtauswirkungen auf Chinas PVC-Exportlandschaft nur geringfügig beeinflussen.

Bemerkenswert ist, dass INEOS parallel zum britischen TRA-Antrag einen Antidumpingantrag für PVC bei der Europäischen Kommission eingereicht hat, obwohl die EU noch keine formelle Untersuchung eingeleitet hat. Chinas PVC-Exporte in die EU (einschließlich Großbritannien) erreichten 2025 98.600 Tonnen, ein deutlicher Anstieg gegenüber nur 7.300 Tonnen im Jahr 2024, was einem erheblichen Exportwachstum in die EU im Jahresvergleich entspricht.

 


Veröffentlichungsdatum: 07.08.2026