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Marktnachrichten: Thailand leitet Antidumping-Untersuchung gegen chinesisches PVC ein; ABS fällt diese Woche um 580, PP und PS sinken weiter!

Kürzlich gab die Abteilung für Außenhandel des thailändischen Handelsministeriums eine Bekanntmachung heraus, in der sie eine Antidumpinguntersuchung gegen Polyvinylchlorid (PVC) aus dem chinesischen Festland und Taiwan einleitete, als Reaktion auf Anträge von thailändischen Unternehmen.
In den letzten Jahren gingen Chinas PVC-Exporte hauptsächlich nach Südostasien und in angrenzende Regionen. Dank der stabilen Binnennachfrage und des Infrastrukturausbaus in Thailand sind Chinas PVC-Lieferungen nach Thailand kontinuierlich gestiegen. Das Exportvolumen erhöhte sich von 30.000 Tonnen im Jahr 2022 auf rund 120.000 Tonnen im Jahr 2025. Dennoch macht Thailand mit 3 bis 3,5 % nur einen geringen Anteil an Chinas gesamten PVC-Exporten aus.
Betrachtet man Chinas PVC-Exportleistung von Januar bis Mai 2026, so verzeichnete der März mit rund 40.600 Tonnen das höchste Liefervolumen nach Thailand, was 5,94 % der gesamten PVC-Exporte Chinas in diesem Monat ausmachte.
Die neu eingeleitete thailändische Antidumpinguntersuchung dürfte die Exportkosten für chinesische PVC-Lieferanten, die nach Thailand exportieren, erhöhen. Es wird erwartet, dass Chinas PVC-Exportvolumen nach Thailand sinken wird und kleine und mittlere Hersteller den thailändischen Markt verlassen könnten. Gleichzeitig werden chinesische Unternehmen ihre Expansion in Märkte außerhalb Südostasiens, darunter der Nahe Osten, Afrika und Lateinamerika, beschleunigen. Einige Lieferanten könnten auf den Export von in Thailand hergestellten PVC-Fertigprodukten wie Rohren und Profilen umsteigen und so eine Aufwertung des chinesischen Exportmixes von Rohstofflieferungen hin zu hochwertigen Fertigprodukten ermöglichen.
Am vergangenen Freitag verzeichneten die inländischen Chemie-Futures breite Kursgewinne: Reines Benzol stieg um 2,31 %, Polypropylen (PP) um 1,95 %, Polyethylen (PE) um 1,92 %, Propylen um 1,74 %, PVC um 1,39 %, allgemeine Kunststoffe um 1,06 % und Stapelfasern um 1,05 %. Auch Paraxylen, PTA und PET-Flaschenchips verteuerten sich in unterschiedlichem Ausmaß.
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Veröffentlichungsdatum: 07.07.2026