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PVC-Marktanalyse Juni 2026: Angebot und Nachfrage stagnieren, Preise bewegen sich auf niedrigem Niveau in einer bestimmten Bandbreite

1. Marktübersicht: Seitwärtsbewegung auf niedrigem Niveau, festgefahrenes Angebot-Nachfrage-Verhältnis

Der PVC-Markt setzte im Juni den im Mai beobachteten schwachen Seitwärtstrend fort. Die Futures bewegten sich in enger Spanne, die Spotpreise gaben nach und zeigten regionale Unterschiede. Das Angebot ging zurück, die Nachfrage blieb jedoch schwach, der Lagerabbau verlief schleppend und die Preise verharrten auf niedrigem Niveau.

2. Angebotsanalyse: Konzentrierte Instandhaltung angesichts zukünftiger Wiederanlaufbelastungen

Die Auslastung sank im Mai deutlich und markierte damit den stärksten Angebotsrückgang der letzten Jahre. Ethylenbasierte Anlagen nahmen im Juni den Betrieb wieder auf, was die Produktion steigerte und den Angebotsdruck erhöhte. Neue Kapazitäten werden mittel- bis langfristig begrenzt sein, während das „Chloralkali-Quersubventionsmodell“ eine grundlegende Entspannung der Angebotslage kurzfristig verhindert.

3. Nachfrage: Schwache Nachfrage wird zur neuen Normalität, traditionelle Nebensaison erhöht den Druck

Anwendungen im Immobiliensektor machen über 60 % der PVC-Nachfrage aus und belasten den Verbrauch weiterhin. Der Juni markiert den Beginn der traditionellen Nebensaison, in der die Auslastung der nachgelagerten Verarbeitungsbetriebe gering bleibt. Die Exporte stehen kurzfristig unter Druck; die geschätzten Mengen von 250.000–300.000 Tonnen im Mai/Juni bieten nur begrenzte Unterstützung.

4. Lagerbestände: Hohe Lagerbestände begrenzen die Preiselastizität

Die Lagerbestände an Muster-, Industrie- und Haushaltswaren blieben Ende Mai auf einem historischen Höchststand und verzeichneten ein Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. Die schwache Nachfrage führte zu einem langsamen Lagerabbau, und die hohen Lagerbestände schränkten die Preisflexibilität ein.

5. Kosten und Margen: Abzeichnende untere Unterstützung durch die Kosten

Sowohl Hersteller von PVC auf Calciumcarbid- als auch auf Ethylenbasis schreiben Verluste; die integrierten Margen der Chloralkali-Hersteller liegen nahe der Gewinnschwelle. Steigende Calciumcarbid- und Kohlekosten bilden allmählich eine Preisuntergrenze.

6. Makro- und geopolitische Faktoren

Die geopolitischen Spannungen haben nachgelassen, wodurch frühere positive Faktoren an Bedeutung verloren haben. Sonderanleihenemissionen und Maßnahmen zum Ausbau des Pipeline-Netzwerks wirken sich langfristig positiv aus, bieten aber kurzfristig nur eine begrenzte Nachfragesteigerung.

7. Ausblick

Der PVC-Markt dürfte im Juni weiterhin in einer schwachen Seitwärtsbewegung verharren. Das Aufwärtspotenzial ist unzureichend, das Abwärtspotenzial begrenzt. Wichtige Beobachtungspunkte sind der Abbau von Lagerbeständen, Indiens Zollpolitik, Fortschritte bei Instandhaltung und Wiederaufnahme der Produktion, geopolitische Entwicklungen und das Tempo der politischen Umsetzung.

 

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Veröffentlichungsdatum: 02.06.2026