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Branchenzahlen: Vietnam und Malaysia verlagern ihre Käufe nach China; HDPE-Exporte steigen im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 426 %!

Im Mai 2026 setzte sich auf dem chinesischen Inlandsmarkt für HDPE ein Nettoexportmuster fort, womit sich diese historische Entwicklung den zweiten Monat in Folge fortsetzte.
Statistiken zeigen, dass Chinas Gesamtexporte von Polyethylen (PE) im Mai 516.000 Tonnen erreichten und damit erstmals die monatlichen Importe von 508.900 Tonnen übertrafen. Davon entfielen 246.300 Tonnen auf HDPE. Obwohl die Exporte im Monatsvergleich leicht zurückgingen, stiegen sie im Jahresvergleich um beeindruckende 426,55 %.
Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten hielten von April bis Mai an und beeinträchtigten den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus. Infolgedessen beschafften sich Vietnam, Malaysia und andere Länder, die traditionell auf Lieferungen aus dem Nahen Osten angewiesen waren, verstärkt Materialien aus China. Vietnam belegte im Mai den ersten und Malaysia den zweiten Platz unter Chinas wichtigsten Exportländern für HDPE – eine Position, die der des Vormonats April entsprach.
Gleichzeitig schwächte sich die Inlandsnachfrage ab, begleitet von gestörten Lieferketten aus dem Nahen Osten. Chinas HDPE-Importe erreichten im Mai 212.700 Tonnen, ein deutlicher Rückgang um 17,25 % gegenüber dem Vormonat. Der Einbruch der Importe in Verbindung mit robusten Exporten verstärkte den positiven Exporttrend zusätzlich.
Im Juni zeigten sich im Nahen Osten Anzeichen einer Entspannung, doch die Unsicherheiten bleiben bestehen. Aufgrund der globalen Nachfrageschwäche werden die HDPE-Exporte im Juni voraussichtlich im Vergleich zum Vormonat sinken, im Jahresvergleich jedoch höher ausfallen; auch die Importe dürften rückläufig sein. Die Aufrechterhaltung des Exportnettos der Branche steht vor erheblichen Herausforderungen.
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Veröffentlichungsdatum: 26. Juni 2026