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Warum die „korrekte Härte“ bei TPU/TPE-Anwendungen immer noch versagt

Anwendungshinweis
Warum die „korrekte Härte“ bei TPU/TPE-Anwendungen immer noch versagt
Bei vielen TPU- und TPE-Projekten beginnt die Materialauswahl oft mit einer einzigen Zahl: der Härte.
Härte ist zwar ein wichtiges Beschreibungsmerkmal, wird aber häufig eher als Entscheidungsvariable denn als Ergebnis betrachtet.
Diese zu starke Vereinfachung ist einer der häufigsten Gründe, warum Anwendungen scheitern, selbst wenn die „richtige“ Härte gewählt wurde.
Anwendungskontext
Die Auswahl anhand der Härte ist gängig bei Extrusions-, Spritzguss-, Umspritzungs- und Soft-Touch-Anwendungen.
In frühen Projektphasen werden Materialien mit ähnlichen Shore-Härtewerten oft als austauschbar betrachtet.
Die tatsächliche Leistung im Feld weicht jedoch häufig trotz identischer nomineller Härte voneinander ab.
Wichtige Einschränkungen, die die Härte nicht erfasst
  • Materialfamilie:
    TPU (Polyether vs. Polyester), SEBS-basiertes TPE und andere Elastomersysteme verhalten sich bei gleicher Härte grundlegend unterschiedlich.
  • Verarbeitungsverhalten:
    Fließstabilität, Scherempfindlichkeit und Schmelzfestigkeit spiegeln sich nicht in einem Härtewert wider.
  • Zeitabhängige Leistung:
    Alterung, Druckverformungsrest, Migration und Langzeitelastizität entwickeln sich über die anfängliche Prüfung hinaus.
Logik der Materialauswahl
Die Härte sollte als Ergebnis der Rezeptur und Struktur betrachtet werden, nicht als primäres Auswahlkriterium.
Zwei Materialien mit gleichem Shore-A-Wert können sich hinsichtlich ihrer Molekülarchitektur und Weichsegmentchemie erheblich unterscheiden.
und additive Systeme, was zu unterschiedlichem Verhalten in der realen Welt führt.
In der Praxis ist die Härte oft der am einfachsten zu vergleichende Parameter, aber sie ist selten ausschlaggebend für die Langzeitstabilität.
Prozessrobustheit bzw. Zuverlässigkeit im Feldeinsatz.
Was im Frühstadium oft übersehen wird
  • Die kurzfristige Genehmigung von Mustern lässt keine Rückschlüsse auf das langfristige Nutzerverhalten zu.
  • Gleichwertige Härte bedeutet nicht zwangsläufig gleichwertige Verarbeitung.
  • Anpassungen, die zur Erreichung der Härtevorgaben vorgenommen werden, können die Stabilität an anderer Stelle beeinträchtigen.
Wo diese Überlegung in unser Portfolio passt
Anwendungen, bei denen Härte die primäre Anforderung zu sein scheint, werden typischerweise unter den Standardkategorien TPU und TPE behandelt.
Wenn Härte mit Verarbeitungsstabilität, Alterungsbeständigkeit oder mehreren Leistungsanforderungen in Einklang gebracht werden muss,
Eine umfassendere Materialprüfung ist oft erforderlich.
Für Anwendungen, die Langzeitstabilität, Verarbeitungskonsistenz oder mehrere Einschränkungen erfordern,
Die Materialauswahl erfordert oft eine Bewertung, die über die reine Härte hinausgeht.


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Veröffentlichungsdatum: 07.01.2026