Im September 2023 sanken die Erzeugerpreise der Industrieunternehmen landesweit im Jahresvergleich um 2,5 % und stiegen im Monatsvergleich um 0,4 %. Die Einkaufspreise der Industrieunternehmen gingen im Jahresvergleich um 3,6 % zurück und stiegen im Monatsvergleich um 0,6 %. Von Januar bis September sanken die Erzeugerpreise der Industrieunternehmen im Durchschnitt um 3,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, während die Einkaufspreise um 3,6 % zurückgingen. Bei den Ab-Werk-Preisen der Industrieunternehmen sanken die Preise für Produktionsmittel um 3,0 %, was das Gesamtniveau der Ab-Werk-Preise der Industrieunternehmen um etwa 2,45 Prozentpunkte beeinflusste. Die Preise im Bergbau sanken um 7,4 %, während die Preise in der Rohstoff- und der verarbeitenden Industrie jeweils um 2,8 % zurückgingen. Bei den Einkaufspreisen der Industrieproduzenten sanken die Preise für chemische Rohstoffe um 7,3 %, die Preise für Brennstoffe und Energieprodukte um 7,0 % und die Preise für Gummi- und Kunststoffprodukte um 3,4 %.
Die Preise der verarbeitenden Industrie und der Rohstoffindustrie sanken im Jahresvergleich weiter, wobei sich die Differenz zwischen beiden verringerte und im Vergleich zum Vormonat ebenfalls geringer ausfiel. Branchenbezogen gingen auch die Preise für Kunststoffprodukte und synthetische Materialien zurück, und die Differenz verringerte sich im Vergleich zum Vormonat. Wie Analysen aus früheren Perioden zeigen, erreichten die Gewinne der nachgelagerten Branchen periodisch einen Höchststand und begannen anschließend zu sinken. Dies deutet darauf hin, dass sowohl die Rohstoff- als auch die Produktpreise wieder steigen, wobei die Erholung der Produktpreise langsamer verläuft als die der Rohstoffe. Genau dieses Muster zeigt sich auch beim Preis für Polyolefin-Rohstoffe. Der Tiefststand im ersten Halbjahr dürfte den Jahrestiefststand markieren, und nach einer Phase des Anstiegs beginnt der Preis periodischen Schwankungen zu unterliegen.
Veröffentlichungsdatum: 23. Oktober 2023
