Im ersten Halbjahr 2023 stiegen die internationalen Rohölpreise zunächst, fielen dann und schwankten anschließend. Zu Jahresbeginn waren die Produktionsgewinne petrochemischer Unternehmen aufgrund der hohen Rohölpreise größtenteils noch negativ, und die inländischen petrochemischen Produktionsanlagen arbeiteten überwiegend mit geringer Auslastung. Mit dem allmählichen Rückgang der Rohölpreise stieg die Auslastung der inländischen Anlagen. Zu Beginn des zweiten Quartals setzte die Phase der verstärkten Wartung inländischer Polyethylenanlagen ein, und die Wartungsarbeiten begannen allmählich. Insbesondere im Juni führte die Konzentration der Wartungsarbeiten zu einem Rückgang des inländischen Angebots, was die Marktlage positiv beeinflusste.
Im zweiten Halbjahr zog die Nachfrage allmählich an und wurde im Vergleich zum ersten Halbjahr verstärkt. Der Produktionsausbau im zweiten Halbjahr ist jedoch begrenzt: Lediglich zwei Unternehmen planen eine Produktion von 750.000 Tonnen Polyethylen unter niedrigem Druck. Weitere Produktionsverzögerungen sind nicht ausgeschlossen. Aufgrund der schwachen Außenwirtschaft und des geringen Konsums wird erwartet, dass China als einer der größten Polyethylen-Abnehmer weltweit seine Importe im zweiten Halbjahr erhöhen wird, während das Gesamtangebot relativ hoch ist. Die kontinuierliche Lockerung der Wirtschaftspolitik im Inland wirkt sich positiv auf die Erholung der nachgelagerten Produktionsbetriebe und des Konsumniveaus aus. Der Preishöhepunkt im zweiten Halbjahr wird voraussichtlich im Oktober erreicht, und die Preisentwicklung dürfte stärker ausfallen als im ersten Halbjahr.
Veröffentlichungsdatum: 05.07.2023
