PVCNachdem der Vorsitzende der US-Notenbank, Powell, vor einer verfrühten Lockerung der Geldpolitik gewarnt hatte, schloss der Aktienmarkt am Montag mit einem leichten Minus. Es wird erwartet, dass der Markt die Zinsen wieder anheben wird und dass die Produktion mit dem Ende der Hitzeperiode allmählich wieder anlaufen wird.
Aufgrund der aktuellen Epidemielage und des Stromausfalls in einigen Gebieten wurde die Produktion von PVC-Anlagen zuletzt reduziert oder ganz eingestellt. Am 29. August senkte das Energienotfallbüro der Provinz Sichuan die Notfallmaßnahmen zur Sicherstellung der Energieversorgung. Zuvor hatte die Nationale Meteorologische Behörde zudem prognostiziert, dass die Temperaturen in einigen südlichen Regionen mit hohen Temperaturen vom 24. bis 26. August allmählich sinken würden. Einige der dadurch bedingten Produktionskürzungen könnten sich als nicht nachhaltig erweisen, und der durch die hohen Temperaturen bedingte Stromausfall wirkt sich negativ auf die Nachfrage aus. Darüber hinaus sind einige Gebiete weiterhin von der Epidemie betroffen, und die Nachfrage in nachgelagerten Bereichen hat sich nicht erholt. Obwohl die Inlandsnachfrage kurz vor dem Beginn der saisonalen Hochsaison steht und sich der Nachfragedruck allmählich abschwächt, reicht die kurzfristige Verbesserung nicht aus, um eine ausreichende Optimierung der Lagerbestände zu erreichen. Mittel- und langfristig kann der Nachfrageanstieg aufgrund der Erholung der Inlandsnachfrage die Erholung der Angebotsseite kaum ausgleichen. Die zusätzliche und die Auslandsnachfrage sinken unter dem Druck der Rezession, und der PVC-Preis steigt weiter und steht weiterhin unter Druck.
Aufgrund der jüngsten Angebotsengpässe wird die bisherige allmähliche Entspannung der Markterwartungen hinsichtlich Angebot und Nachfrage vorübergehend unterbrochen, was den Preis von PVC-Platten stützen dürfte. Gleichzeitig wirken sich die Verluste ausländischer PVC-Abbauunternehmen und die saisonale Flaute positiv auf den Preis aus. Sollte sich die Inlandsnachfrage später deutlich erholen, würde dies eine leichte Preiserholung begünstigen. Fällt die Nachfrageerholung jedoch schwächer aus als der Angebotsanstieg, bleibt der Druck durch die steigenden Lagerbestände bestehen. Daher ist im aktuellen Aufwärtstrend mit kurzfristigen Schwankungen eher mit einer Fortsetzung der Seitwärtsbewegung im niedrigen Bereich zu rechnen, wobei die Preisentwicklung maßgeblich von der Nachfrage abhängt.
Veröffentlichungsdatum: 02.09.2022

