Die Aufhebung des Meistbegünstigungsstatus für China durch die USA hat erhebliche negative Auswirkungen auf Chinas Exportgeschäft. Erstens wird erwartet, dass der durchschnittliche Zollsatz für chinesische Waren, die auf den US-Markt gelangen, von derzeit 2,2 % auf über 60 % deutlich steigen wird, was die Preiswettbewerbsfähigkeit chinesischer Exporte in die USA unmittelbar beeinträchtigen wird.
Es wird geschätzt, dass bereits rund 48 % der gesamten chinesischen Exporte in die Vereinigten Staaten von den zusätzlichen Zöllen betroffen sind, und die Abschaffung des Meistbegünstigungsstatus wird diesen Anteil noch weiter erhöhen.
Die für Chinas Exporte in die Vereinigten Staaten geltenden Zölle werden von der ersten Spalte in die zweite Spalte verschoben, und die Steuersätze der 20 wichtigsten Produktkategorien, die in die Vereinigten Staaten exportiert werden, werden in unterschiedlichem Maße erhöht. Darunter werden die geltenden Steuersätze für mechanische Ausrüstungen und Teile, Fahrzeug- und Maschinenzubehör, integrierte Schaltkreise und Halbleiterbauelemente sowie Mineralien und Metalle und Produkte deutlich erhöht.
Am 7. November erließ das US-Handelsministerium eine vorläufige Antidumping-Entscheidung zu Epoxidharzen aus China, Indien, Südkorea und Thailand sowie zu Harzen aus Taiwan. Darin wurde die Dumpingmarge chinesischer Hersteller/Exporteure auf 354,99 % festgelegt (nach Abzug der Subventionen: 344,45 %). Die Dumpingmarge indischer Hersteller/Exporteure liegt zwischen 12,01 % und 15,68 % (nach Subventionen: 0,00 % bis 10,52 %), die koreanischer Hersteller/Exporteure zwischen 16,02 % und 24,65 % und die thailändischer Hersteller/Exporteure bei 5,59 %. Die Dumpingmarge taiwanesischer Hersteller/Exporteure beträgt 9,43 % bis 20,61 %.
Am 23. April 2024 kündigte das US-Handelsministerium eine Antidumping- und Ausgleichszolluntersuchung gegen importiertes Epoxidharz aus China, Indien, Südkorea und Taiwan sowie eine separate Antidumpinguntersuchung gegen importiertes Epoxidharz aus Thailand an.
Die US-Zollpolitik zielt seit Langem immer wieder auf chinesische Produkte ab. Diesmal geht sie mit deutlich mehr Nachdruck vor. Sollten Zölle von 60 % oder sogar mehr eingeführt werden, wird dies unsere Exporte mit Sicherheit erheblich beeinträchtigen und den Handel mit Kunststoffrohstoffen weiter verschärfen!
Veröffentlichungsdatum: 22. November 2024
