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Steigende Ölpreise, steigen die Kunststoffpreise weiter?

Derzeit gibt es mehr PP- und PE-Anlagen für die Lagerung und Wartung, die petrochemischen Lagerbestände werden schrittweise reduziert, und der Angebotsdruck auf dem Markt lässt nach. In der Folgezeit werden jedoch zahlreiche neue Anlagen zur Kapazitätserweiterung in Betrieb genommen, bestehende Anlagen wieder in Betrieb genommen, und das Angebot könnte deutlich steigen. Es gibt Anzeichen für eine schwächere Nachfrage in nachgelagerten Bereichen; die Aufträge der Agrarfolienindustrie gehen zurück. Diese schwache Nachfrage dürfte auf eine Konsolidierung des jüngsten Markteinbruchs im PP- und PE-Sektor zurückzuführen sein.

Gestern stiegen die internationalen Ölpreise, da Trumps Nominierung von Rubio zum Außenminister positiv für die Ölpreise ausfiel. Rubio verfolgt eine harte Linie gegenüber dem Iran, und eine mögliche Verschärfung der US-Sanktionen gegen den Iran könnte das weltweite Ölangebot um 1,3 Millionen Barrel pro Tag reduzieren. Infolgedessen stiegen die Preise für US-Öl und Textilöl. Zum Handelsschluss notierte US-Öl bei 68,43 US-Dollar pro Barrel, ein Plus von 0,46 Prozent; Rohöl schloss bei 72,28 US-Dollar pro Barrel, ein Plus von 0,54 Prozent. Die kurzzeitigen Ölpreiserhöhungen beflügelten das Angebot an Kunststoff-Spotprodukten. Die Futures für PP und PE schwankten heute, stiegen nach einem niedrigen Eröffnungskurs zunächst an, gaben aber schließlich nach. Der Futures-Trend schwächte sich ab und dämpfte das Angebot an Kunststoff-Spotprodukten. Im Petrochemiesektor beliefen sich die Kunststoff-Lagerbestände am 14. November auf 670.000 Tonnen, ein Rückgang um 10.000 Tonnen gegenüber dem Vortag. Ein Rückgang von 1,47 % gegenüber dem Vorquartal und 0,74 % gegenüber dem Vorjahr ist auf sinkende petrochemische Lagerbestände zurückzuführen. Der Lagerdruck ist gering, was das Angebot an Kunststoff-Spotangeboten ankurbelt. Es wird erwartet, dass der Ölpreis weiter steigt, während die Futures leicht nachgaben. Die positive und negative Entwicklung in diesem Sektor führte zuletzt zu leichten Schwankungen beim Kunststoffpreis.

Aus der aktuellen Marktlage ergibt sich ein teilweise positiver Trend bei den PP-Preisen. Der gängige Preis für PP-Drahtziehprodukte liegt heute bei 7350–7670 Yuan/Tonne, der Preis für lineares PP in Nordchina bei 7350–7450 Yuan/Tonne – unverändert zum Vortag. In Ostchina beträgt der Ziehpreis 7350–7600 Yuan/Tonne, ebenfalls unverändert zum Vortag. In Südchina liegt der Ziehpreis bei 7600–7670 Yuan/Tonne, wobei das Angebot in der Region schrittweise um 20–50 Yuan/Tonne nachgibt. Der Preis für lineares PP in Südwestchina liegt bei 7430–7500 Yuan/Tonne und ist damit unverändert zum Vortag.

Der PE-Markt verzeichnete leichte Kursgewinne. Der gängige Preis für lineares Polyethylen liegt aktuell bei 8400–8700 Yuan/Tonne. In Nordchina liegt der Preis für lineares Polyethylen bei 8450–8550 Yuan/Tonne, das niedrigste Angebot ist um 15 Yuan/Tonne niedriger als am Vortag. In Ostchina liegt der Preis für lineares Polyethylen ebenfalls bei 8550–8700 Yuan/Tonne, wobei einige Angebote um 20 Yuan/Tonne höher als am Vortag ausfallen. In Südchina blieb der Preis für lineares Polyethylen unverändert bei 8600–8700 Yuan/Tonne. Im Südwesten Chinas liegt der Preis für lineares Polyethylen bei 8400–8450 Yuan/Tonne, das Angebot in dieser Region ist um 20–50 Yuan/Tonne gestiegen. Auch der LDPE-Preis stieg leicht. Das gängige Angebot liegt bei 10320–11000 Yuan/Tonne, das Angebot für Hochdruck-PE in Nordchina bei 10320–10690 Yuan/Tonne, das niedrigste Angebot ist um 10 Yuan/Tonne gesunken. In Ostchina lag der Hochdruckpreis bei 10.700–10.850 Yuan/Tonne, das Angebot sank leicht um 50 Yuan/Tonne. In Südchina blieb der Hochdruckpreis gegenüber dem Vortag unverändert bei 10.680–10.900 Yuan/Tonne. Im Südwesten Chinas lag der Hochdruckpreis bei 10.850–11.000 Yuan/Tonne, das Angebot stieg dort leicht um 100 Yuan/Tonne.

Im Hinblick auf das makroökonomische Umfeld steht Trumps zweite Amtszeit als Präsident bevor, und er hat mit der Einführung von Zöllen auf alle in die USA exportierten Waren gedroht. Angesichts dieser Zolldrohung warnten Vertreter der Europäischen Zentralbank, dass Trumps Zollpolitik nicht nur zu einem Wiederaufflammen der Inflation in den USA führen, sondern auch das globale Wirtschaftswachstum beeinträchtigen und somit den Rohstoffpreisen schaden könnte.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass derzeit mehr PP- und PE-Anlagen in Betrieb genommen und gewartet werden, die petrochemischen Lagerbestände schrittweise reduziert werden und der Angebotsdruck auf dem Markt nachlässt. In der Folgezeit werden jedoch zahlreiche neue Anlagen zur Kapazitätserweiterung in Betrieb genommen, bestehende Anlagen wieder in Betrieb genommen, wodurch das Angebot deutlich steigen könnte. Es gibt Anzeichen für eine schwächere Nachfrage in nachgelagerten Bereichen; die Aufträge der Agrarfolienindustrie gehen zurück. Diese schwache Nachfrage dürfte auf eine Konsolidierung des jüngsten Markteinbruchs im PP- und PE-Sektor zurückzuführen sein.

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Veröffentlichungsdatum: 15. November 2024