Chinas PVC-Industrie hat ihren fast achtjährigen Kapazitätsausbauzyklus abgeschlossen und befindet sich nun in einer Phase der strukturellen Anpassung. Für 2026 sind keine neuen Kapazitätserweiterungen geplant. Zusammen mit dem Rückzug teurer Produktionsstätten aus dem Ausland und Exportförderungen dürfte sich die Angebots- und Nachfragedynamik laut offiziellen Institutionen nur geringfügig verbessern.
Die Angebotsdaten zeigen ein stetiges Wachstum der inländischen PVC-Kapazitäten und -Produktion von 2018 bis 2025. Im Jahr 2025 wurden 2,2 Millionen Tonnen neue Kapazitäten hinzugewonnen, wobei der Anteil von PVC auf Ethylenbasis auf 28 % stieg. Weltweit sind für 2026 nur noch minimale neue Kapazitäten geplant, was das Ende der Expansion markiert.
Die Korrektur am PVC-Markt im Jahr 2025 führte zu branchenweiten Verlusten, wobei acetylenbasiertes PVC ein historisches Tief erreichte. Trotz einer Erholung zum Jahresende verharren die Preise weiterhin auf einem Tiefstand, was den Druck auf die Stilllegung kostenintensiver Produktionsanlagen verstärkt.
Die Behörden verstärken die strukturellen Anpassungen, darunter die Überprüfung veralteter Anlagen und neue Vorschriften gegen unlauteren Wettbewerb. Es wird erwartet, dass rund 3 Millionen Tonnen kostenintensiver Kapazitäten stillgelegt werden, wodurch die Wettbewerbslandschaft optimiert wird.
Die Nachfrageseite zeigt „Druck durch den Binnenmarkt, Unterstützung durch den Export“: Die Nachfrage im Immobiliensektor steht unter Druck, während die flexible Produktproduktion den Markt stützt. In den ersten elf Monaten des Jahres 2025 wurde ein Exportwachstum von 47 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet, und ein anhaltendes Wachstum wird erwartet.
Institutionen erwarten für 2026–2028 ein potenzielles Lagerwachstum, allerdings in geringerem Umfang. Verlustdruck und politisch bedingte Kapazitätsreduzierungen werden die Grundlage für eine Verbesserung des Angebots-Nachfrage-Verhältnisses schaffen, wobei eine Erholung von Preisen und Rentabilität erwartet wird.
Der nachgelagerte Markt für PVC-Rohre bietet vielversprechende Perspektiven und wird bis 2034 voraussichtlich ein globales Volumen von 131,1 Milliarden US-Dollar erreichen (jährliche Wachstumsrate 5,77 %). Der chinesische Markt weist eine starke Ost-West-Schwäche mit einer zunehmenden Westverschiebung auf.
Die PVC-Rohrindustrie leidet jedoch unter Überkapazitäten im Niedrigpreissegment. Eine Gewinnkonzentration ist erkennbar, wobei globale Infrastrukturprojekte, die Nachfrage nach landwirtschaftlicher Bewässerung und technologische Modernisierungen das zukünftige Wachstum antreiben.
Veröffentlichungsdatum: 22. Januar 2026

