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Neugestaltung der Kapazitätsstrukturen der PP/PE-Industrie: Ökologische Transformation und Projektmodernisierung als Kernthemen

Chinas PP/PE-Industrie (Polypropylen, Polyethylen) durchläuft eine Kapazitätsumstrukturierung. Zu den wichtigsten Entwicklungen zählen die Inbetriebnahme des Polyethylenwerks von BASF in Zhanjiang und die Fortschritte bei den neuen Polyolefinprojekten von PetroChina Dalian Petrochemical, die den Sektor in Richtung einer groß angelegten, hochwertigen Produktion treiben.
Die von der Huanqiu Contracting & Engineering Corporation errichtete Polyethylenanlage von BASF (Guangdong) mit einer Kapazität von 500.000 Tonnen pro Jahr hat erfolgreich den Betrieb aufgenommen und produziert nun qualifizierte Produkte. Das Projekt, eine wichtige chinesisch-deutsche Kooperationsinitiative, die von den Ministerpräsidenten beider Länder begleitet wurde, ist die bisher größte Auslandsinvestition von BASF. Die Anlage befindet sich im Petrochemischen Industriepark Donghai Island in Zhanjiang, entspricht internationalen Baustandards und wird die Versorgung mit hochwertigen Polyolefinen in Südchina stärken. Als Teil des 10 Milliarden Euro teuren BASF-Verbundstandorts Zhanjiang verfügt sie über einen Ethylen-Cracker mit einer Kapazität von 1 Million Tonnen pro Jahr sowie nachgelagerte Anlagen für die Automobil-, Bau-, Elektronik- und Lebensmittelverpackungsindustrie. Der Vertrag für die Anlage wurde im Dezember 2022 unterzeichnet, die mechanische Fertigstellung erfolgte im September 2025, und die Inbetriebnahme fand kurz darauf statt.
Die Provinz Jiangsu hat eine neue „Negativliste“ für die industrielle Umstrukturierung eingeführt – die erste ihrer Art im Industriesektor der Provinz. Die Richtlinie zielt auf energieintensive und veraltete Produktionsanlagen in 17 Branchen ab. 155 Anlagen (283 Prozesse/Anlagen, 137 Produkte) sind eingeschränkt, 420 Anlagen ganz gestrichen. Eingeschränkte Anlagen können modernisiert oder verlagert werden, gestrichene Anlagen werden schrittweise stillgelegt. Höhere, dynamisch angepasste Energieverbrauchsquoten als im nationalen Durchschnitt sollen die Ressourceneffizienz verbessern.
Chinas PP/PE-Industrie steht 2026 vor einem Kapazitätsboom. Laut Guanyan Tianxia sind neue Produktionskapazitäten von 5,12 Millionen Tonnen Polyethylen und 3,78 Millionen Tonnen Polypropylen geplant. Ein weiterer Branchenbericht prognostiziert sogar ein Wachstum der Polypropylen-Kapazitäten auf 5,65 Millionen Tonnen, wodurch die Gesamtproduktion auf über 50 Millionen Tonnen steigen könnte. Der Großteil der neuen Kapazitäten wird in der zweiten Jahreshälfte in Betrieb gehen. Zu den Schlüsselprojekten zählt der 68,5 Milliarden Yuan teure Raffinerie- und Chemiekomplex Xizhongdao von PetroChina Dalian Petrochemical, dessen Baubeginn für 2026 geplant ist. Das Projekt umfasst Anlagen zur Herstellung von Polypropylen (400.000 Tonnen/Jahr), Polyethylen voller Dichte (900.000 Tonnen/Jahr) und Polyethylen niedriger Dichte (300.000 Tonnen/Jahr) sowie Raffinerieanlagen mit einer Kapazität von 10 Millionen Tonnen/Jahr und Ethylenanlagen mit einer Kapazität von 1,2 Millionen Tonnen/Jahr.
Branchenanalysten weisen darauf hin, dass Kapazitätserweiterungen zwar das Produktionswachstum ankurbeln, aber gleichzeitig den Wettbewerb verschärfen könnten. Langfristiges Wachstum wird durch Rohstoffdiversifizierung, den Übergang zu umweltfreundlicheren Technologien und den Ausbau von Produktionsanlagen im High-End-Bereich unterstützt. Chinas Polypropylen-Kapazität soll in fünf Jahren um über 23 Millionen Tonnen steigen, wodurch die Selbstversorgung erreicht und die Importabhängigkeit bis 2030 auf unter 15 % gesenkt werden soll.
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Veröffentlichungsdatum: 23. Januar 2026