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EU: verpflichtende Verwendung von Recyclingmaterialien, Recycling-PP boomt!

Laut icis mangelt es den Marktteilnehmern oft an ausreichenden Sammel- und Sortierkapazitäten, um ihre ambitionierten Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Dies zeigt sich besonders deutlich in der Verpackungsindustrie, die auch den größten Engpass beim Polymerrecycling darstellt.
Derzeit sind die Rohstoffquellen und Abfallverpackungen der drei wichtigsten recycelten Polymere, recyceltes PET (RPET), recyceltes Polyethylen (R-PE) und recyceltes Polypropylen (r-pp), bis zu einem gewissen Grad begrenzt.
Neben den Energie- und Transportkosten haben die Knappheit und der hohe Preis von Abfallverpackungen den Wert von erneuerbaren Polyolefinen in Europa auf ein Rekordhoch getrieben, was zu einer zunehmend gravierenden Diskrepanz zwischen den Preisen neuer Polyolefinmaterialien und erneuerbarer Polyolefine geführt hat, die auf dem Markt für r-PET-Lebensmittelpellets seit mehr als einem Jahrzehnt besteht.
„In ihrer Rede wies die Europäische Kommission darauf hin, dass die Hauptgründe für das Scheitern des Kunststoffrecyclings in der eigentlichen Sammelpraxis und der Fragmentierung der Infrastruktur liegen, und betonte, dass das Kunststoffrecycling ein koordiniertes Vorgehen der gesamten Recyclingbranche erfordert“, sagte Helen McGeough, leitende Analystin für Kunststoffrecycling bei ICIS.
„Der mechanische Recycling-Lieferketten-Tracker von ICIS erfasst die Gesamtproduktion europäischer Anlagen zur Herstellung von r-PET, r-PP und R-PE, die derzeit zu 58 % ihrer installierten Kapazität ausgelastet sind. Laut der entsprechenden Datenanalyse wird eine Verbesserung der Menge und Qualität der Rohstoffe dazu beitragen, die bestehende Recyclingeffizienz zu steigern und Investitionen in neue Kapazitäten zu fördern“, fügte Helen McGeough hinzu.


Veröffentlichungsdatum: 05.07.2022