Chinas Polyethylen-Produktionskapazität (PE) wird 2025 ein stetiges Wachstum verzeichnen und die regionale Angebotsstruktur deutlich verändern. Regional konzentriert sich die Kapazität auf Nordwest-, Süd- und Nordchina, wobei Südchina voraussichtlich Nordchina als zweitgrößten Produktionsstandort überholen wird. Ein geografisches Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage ist offensichtlich: Nordwest- und Nordostchina, als Nettoexportregionen, weisen einen geringen Inlandsverbrauch und deutliche Angebotsüberschüsse auf. Gleichzeitig besteht in den traditionellen Hauptverbrauchsgebieten Ost-, Süd- und Nordchina trotz konzentrierter Kapazitätserweiterungen weiterhin eine Nachfragelücke. Der Verbrauch in Zentral- und Südwestchina steigt aufgrund regionaler Förderprogramme und Industrieverlagerungen aus dem Osten, doch die starke Abhängigkeit von Ressourcen aus benachbarten Regionen bleibt unverändert. Ost-, Süd- und Nordchina bleiben die wichtigsten Verbrauchsregionen und werden die größten Anteile ausmachen – Ost- und Südchina werden voraussichtlich 26,98 % bzw. 26,35 % des Gesamtverbrauchs decken, gestützt durch entwickelte nachgelagerte Industrien und eine starke Nachfrage. Nordchina wird dank neuer Kapazitäten und der damit einhergehenden höheren Selbstversorgung von einer wichtigen Rohstofflieferantenregion zu einer teilweisen Exportregion werden. Angetrieben durch nationale Strategien haben die Verbrauchsanteile Zentral- und Südwestchinas 9,65 % bzw. 8 % erreicht. Zukünftig wird das signifikante Nachfragewachstum auf die Modernisierung der Industriegebiete an der südöstlichen Küste (Guangdong, Zhejiang) sowie auf die zentralen und westlichen Regionen im Zuge von Industrieverlagerungen konzentriert sein.
Veröffentlichungsdatum: 03.11.2025

